Fassade sanieren: Vollwärmeschutz, Kosten und Förderung 2027
KI-BildEine gedämmte Fassade senkt den Heizbedarf spürbar, und ab 2027 fördert der Bund die Außenwanddämmung wieder. In einem Herstellerbeispiel für ein Haus im Raum Wien sinkt der Heizwärmebedarf durch 16 Zentimeter Dämmung um 40 Prozent. Der Preis hängt vom System ab und liegt laut einer deutschen Übersicht bei 130 bis 250 Euro pro Quadratmeter für ein Wärmedämmverbundsystem.
Die Systeme im Vergleich
| Methode | Kosten pro m² inkl. Montage |
|---|---|
| Wärmedämmverbundsystem (WDVS, Vollwärmeschutz) | 130 bis 250 Euro |
| Hinterlüftete Fassade | 250 bis 400 Euro |
| Innendämmung | 60 bis 120 Euro |
| Einblasdämmung in die Luftschicht | 20 bis 60 Euro |
Wichtig: Diese Werte stammen aus einer deutschen Quelle und gelten nur als Orientierung. Für Österreich haben wir keine belastbare, aktuelle Preisübersicht gefunden. Gerüst, Fensterbänke, Sockel und Dachanschlüsse treiben den Preis. Holen Sie deshalb mehrere Angebote mit gleichem Leistungsumfang ein.
Was die Dämmung bringt
Baumit rechnet für ein Einfamilienhaus im Raum Wien mit rund 190 Quadratmetern Wohnfläche vor: 34.677 kWh Heizbedarf pro Jahr vor der Sanierung, 20.734 kWh danach. Der Hersteller nennt eine Amortisation von 8 bis 10 Jahren. Das Beispiel stammt aus 2022, ist also eine Werbeaussage mit damaligen Energiepreisen. Ihr Ergebnis hängt von Baujahr, Fenstern und Heizung ab.
Förderung: Das gilt für 2027
Die Sanierungsoffensive 2027 umfasst die Dämmung von Außenwänden, Fenstertausch sowie die Dämmung oberster und unterster Decken, als Einzelbauteil oder im Paket. Für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser ist künftig das Wirtschaftsministerium zuständig, mit 90 Millionen Euro. Die Mittel sollen laut Wirtschaftskammer ab 4. Jänner 2027 bereitstehen. Mehr dazu im Beitrag zur Sanierungsoffensive 2027.
Dazu kommen Landesförderungen, die stark schwanken. In der Global-2000-Analyse vom Februar 2026 gab es für Dämmung und Fenstertausch bei Beispielkosten von rund 65.000 Euro in Tirol fast 40 Prozent Zuschuss vom Land, in Salzburg und der Steiermark dagegen nichts. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrer Landesstelle.
Technische Vorgaben
Die OIB-Richtlinie 6 (Ausgabe 2025) kennt für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle zwei Wege: ein Sanierungskonzept oder einen Renovierungspass, oder eine Unterschreitung der Tabellen-U-Werte um 24 Prozent. Verbindlich ist das, sobald Ihr Land die Richtlinie übernommen hat. Hintergrund im Beitrag zur OIB-Richtlinie 6.
Darauf sollten Sie achten
- Zustand prüfen: Feuchte, Risse und alter Putz gehören vor der Dämmung geklärt.
- Details im Angebot: Dämmstärke, Material, Gerüst, Sockel und Anschlüsse müssen einzeln drinstehen.
- Bonität der Firma: Zuletzt traf es auch Betriebe mit Vollwärmeschutz-Sparte, wie unser Überblick zu Bauinsolvenzen zeigt.
- Förderung vor Auftrag klären: Sonst drohen Fristprobleme.
- Schutzzone beachten: Bei straßenseitigen Fassaden im Ortsbild kann die Behörde Vorgaben machen.
Häufige Fragen
Was kostet Vollwärmeschutz pro m²?
Für Österreich fehlt eine amtliche Preisliste. Eine aktuelle Übersicht aus Deutschland nennt für WDVS 130 bis 250 Euro pro Quadratmeter inklusive Montage. Nur ein Angebot für Ihr Haus ist verbindlich.
Gibt es 2027 Förderung für die Fassade?
Ja. Die Dämmung von Außenwänden zählt zu den förderbaren Maßnahmen der Sanierungsoffensive 2027. Die genauen Sätze stehen in den Informationsblättern auf sanierungsoffensive.gv.at.
Wie viel spart eine Fassadendämmung?
Ein Herstellerbeispiel für ein Haus im Raum Wien zeigt 40 Prozent weniger Heizwärmebedarf bei 16 Zentimetern Dämmung. Das Ergebnis hängt stark vom Ausgangszustand ab.