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Wohnbauförderung 2026: Das zahlen die Bundesländer beim Hausbau

Von 0,2 Prozent Zinsen in Tirol bis 18.900 Euro Wohnbauscheck: Die Neubauförderung ist in jedem Bundesland anders. Die Eckdaten aller neun Länder im Vergleich.

Baukurier Redaktion · 2. November 2026

Hände mit Bauplan und Unterlagen zur Finanzierung auf einem KüchentischKI-Bild
KI-generiertes Symbolbild

Die Wohnbauförderung für den Neubau ist Ländersache, und die Unterschiede sind groß. Wien vergibt ein Landesdarlehen mit 1 Prozent Fixzins, Tirol wahlweise einen Scheck über 18.900 Euro, Salzburg Einmalzuschüsse. Wer baut, sollte die Förderung vor dem Baubeginn klären.

Die Bundesländer im Vergleich

BundeslandFörderung NeubauKonditionen
WienLandesdarlehen1 % fix, 30 Jahre
NiederösterreichLandesdarlehen nach Punkten1 %, 27,5 oder 34,5 Jahre, plus 10.000 Euro für Jungfamilien
BurgenlandLandesdarlehen0,9 % fix, bis 30 Jahre
OberösterreichZinsenzuschuss zum HYPO-OÖ-Kredit1,5 % für 10 Jahre, danach variabel, 35 Jahre, Antrag bis 31.12.2027
SalzburgEinmalzuschüsse plus rückzahlbarer AnnuitätenzuschussKontingente derzeit ausgeschöpft
SteiermarkLandesdarlehenbis 30 Jahre, befristet bis 31.12.2026
KärntenFörderkredit plus Annuitätenzuschuss0,5 % für 20 Jahre, dann 1,5 %
TirolDarlehen oder Wohnbauscheckab 0,2 %, bis 37,5 Jahre, oder 18.900 Euro nicht rückzahlbar
VorarlbergKreditseit 1.7.2025: 3,30 % fix oder stufenweise ab 1,0 %

Stand der Daten ist der Überblick von INFINA vom 1. September 2026. Das ist ein Ratgeber eines Finanzierungsberaters, keine amtliche Quelle. Fragen Sie vor dem Antrag bei Ihrer Landesstelle nach den aktuellen Bedingungen.

Einkommensgrenzen

Bundesland1 Person2 Personen
Niederösterreich60.000 Euro90.000 Euro
Burgenland48.400 Euro82.500 Euro
Oberösterreich50.000 Euro85.000 Euro
Salzburg57.000 Euro87.000 Euro
Steiermark (Wohnbauscheck)56.300 Euro84.450 Euro
Kärnten53.000 Euro82.000 Euro

Das sind Jahresnettowerte. Tirol und Vorarlberg rechnen monatlich: In Tirol liegen die Grenzen bei 3.800 Euro (1 Person) und 6.300 Euro (2 Personen), in Vorarlberg bei 4.000 und 7.000 Euro. Wien staffelt nach Programm und Haushaltsgröße.

Allgemeine Voraussetzungen

  • Österreichische oder gleichgestellte Staatsbürgerschaft
  • Volljährigkeit und Eigentum am Grundstück oder Baurecht, je nach Land auch durch nahe Angehörige
  • Nutzung als Hauptwohnsitz, Ferienhäuser sind ausgeschlossen
  • Vorgaben zu Energie und Wohnfläche, je nach Land

Bundespaket läuft aus

Das Konjunkturpaket für den Wohnbau 2024 bis 2026 wirkt laut INFINA noch teilweise nach, einzelne Maßnahmen wurden in Länderprogramme übernommen. Die Gebührenersparnis galt nur für Vorgänge vor dem 1. Juli 2026. Klären Sie mit Bank oder Notar, was auf Ihr Projekt noch zutrifft.

So gehen Sie vor

  1. Einkommen und Haushaltsgröße mit der Grenze Ihres Landes vergleichen.
  2. Vor Baubeginn beim Land erfragen, welche Unterlagen und Energiewerte verlangt werden.
  3. Darlehen mit dem aktuellen Bankangebot vergleichen, auch über die gesamte Laufzeit.
  4. Baukosten realistisch ansetzen: Die Richtwerte stehen in unserem Beitrag Haus bauen Kosten.

Wer lieber saniert als neu baut, findet die Bundesmittel im Beitrag zur Sanierungsoffensive 2027.

Häufige Fragen

Wer vergibt die Wohnbauförderung?

Die Wohnbauförderung ist Ländersache. Konditionen, Einkommensgrenzen und Antragswege unterscheiden sich je Bundesland.

Wer bekommt Wohnbauförderung?

Grundsätzlich volljährige Personen mit österreichischer oder gleichgestellter Staatsbürgerschaft, die das Objekt als Hauptwohnsitz nutzen. Ferienhäuser sind ausgeschlossen. Einkommen, Energie und Wohnfläche regeln die Länder.

Wo sind die Mittel 2026 knapp?

In Salzburg sind Kauf- und Baukontingente laut Überblick ausgeschöpft, neue Anträge werden ab Jänner 2027 erwartet. In der Steiermark ist das neue Programm bis 31. Dezember 2026 befristet, solange das Budget reicht.

Quellen

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Haus bauen, sanieren oder abreißen: Beschreiben Sie Ihr Vorhaben, wir leiten es an einen passenden Baubetrieb weiter.

Baukurier ist ein Medium von Digital Denker e.U. und vermittelt Anfragen an Baubetriebe, auch aus der eigenen Firmengruppe. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich.

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